"Die Probleme von heute beruhen auf den Lösungen von gestern." Peter Senge

Fragen und anregungen

Was unterscheidet systemisches Coaching von anderen Coaching-Ansätzen?

Systemisch bedeutet >Denken in Systemen< und damit in größeren Zusammenhängen. Arbeite ich zum Beispiel mit einem Coachee an einer Fragestellung aus seinem Arbeitsleben, dann habe ich nicht nur seine Person im Blick und das, was er tut, sondern auch sein gesamtes, betriebliches Umfeld. Ich frage mich gleichsam in seine Arbeitssituation hinein und leuchte sie mit ihm gemeinsam aus:
Welche Wechselwirkungen zu anderen Personen/Abteilungen gibt es? Welche Erwartungen haben die an ihn? Welche Personen sind in Bezug auf ihn von Bedeutung? Welche Beziehungsmuster lassen sich erkennen? Usw. Nicht zuletzt: Welche Auswirkungen werden seine Zielerreichungen auf dieses Umfeld haben?

Die >vernetzte Sicht< ist auch deshalb von Bedeutung, weil sich Menschen in verschiedenen Systemen (Betrieb, Familie, Verein usw.) unterschiedlich verhalten.

Lohnt sich Coaching auch für kleinere und mittlere Unternehmen?

Eindeutig ja! In Klein- und Mittelbetrieben sind Führungskräfte viel näher am operativen Geschäft und haben für mehrtägige Trainings fernab vom Unternehmen meistens keine Zeit. Gerade hier ist Coaching von ganz konkretem, alltagspraktischen Nutzen als „Lernen
on the job“, weil es bei flexibler Zeitgestaltung stattfinden kann.

Coaching, ist das nicht so `ne Psychomasche...?

In manchen Unternehmen, die sich mit dem Thema Coaching noch nicht beschäftigt haben, besteht die Vermutung, wer zum Coach geht, geht auf die >Couch<, macht so eine Art >kleine Psychotherapie<, weil er mit einer Situation nicht zurecht kommt, weil er >Schwächen< hat usw.
Hier besteht ein großes Missverständniss.
Im Gegensatz zur Psychotherapie, richtet sich Coaching an „gesunde“ Personen und widmet sich den Anliegen und Themen, die aus der beruflichen Rolle heraus entstehen und mit dem Wissen und Können des Coachs besser bearbeitet werden können.
Im Zentrum des Coachings stehen immer die Rollen- und Funktionsaspekte der zu leistenden Arbeit der Führungskräfte. Somit sind auch deren Coaching-Ziele immer an die unternehmerischen Ziele gekoppelt. Im Unterschied dazu ist eine Therapie angesagt, wenn eine Person mit hohem Leidensdruck Hilfe und Heilung benötigt.

Werden denn Menschen im Coaching nicht verändert?

Hinter dieser Befürchtung steht die Sorge, dass Coachees zum Zwecke >höherer Ziele< manipuliert werden könnten.
Dem muss ich entschieden widersprechen (sh. hierzu auch „Voraussetzungen für den Coaching-Erfolg“).
Coaching ist ausschließlich ressourcen-orientiert, das heißt, es zielt darauf, den Coachee so zu unterstützen, dass er seine vorhandenen, aber möglicherweise aktuell nicht zugänglichen, bzw. nicht-bewussten Ressourcen optimal nutzen kann.
Dabei geht es nicht darum bestehende Verhaltensweisen „wegzutrainieren“, sondern die Palette der Verhaltens-Möglichkeiten entsprechend wechselnder Umwelt-Anforderungen zu erweitern.
Kein seriöser Coach wird jemals den Anschein erwecken wollen, er vermittle dem Coachee Fähigkeiten, die noch nicht in ihm angelegt sind.
Und er unterscheidet nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Verhaltensweisen, sondern zwischen „hilfreichen“ und „weniger hilfreichen“.

Interne oder externe Coaches

Immer mal wieder ist von Personalleitern oder Personalentwicklern zu hören:
„Wir coachen unsere Führungskräfte selbst!“
Dies mag sinnvoll sein, wenn es gilt, die Fachkompetenz zu optimieren und dies z.B. in Form des >Mentoring< geschieht.
Hilfreich ist sicher auch eine beraterische Unterstützung durch Vorgesetzte für Mitarbeiter mit hoher Eigenverantwortung (z.B. Jahreszielvereinbarungen und Karriere-Entwicklungs-Gespräch).

Anders als in diesen beiden Beispielen erfordert die Wahrnehmung eines Coachingmandats im klassischen Sinne grundsätzlich eine neutrale und unabhängige Position. Diese kann ein „hausinterner Coach“, im Konflikt zwischen Mitarbeiter-Interessen und Interessen des Unternehmens, jedoch nicht einnehmen.
Das heißt, eine objektive Beratung und reflexive Haltung in Bezug auf das Geschehen im Unternehmen und dessen Werten wird ausschließlich durch –unabhängige- externe Coaches gewährleistet.
Voraussetzung für den Erfolg des Coachings ist zudem die Garantie der Diskretion.
In besonderem Maße, wenn Coaching als Maßnahme der Persönlichkeitsentwicklung und (Führungs-) Rollensicherheit eingesetzt wird.

Kontakt

Systemische Beratungspraxis Rita Heinecke
Coaching • Beratung • Training • Mediation

Im Sand 11
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